Staatliche und gemeinnützige Organisationen
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17. Februar 2026

Itineraries of Impact

Wie Meta-Technologien den Tourismus fördern und das wirtschaftliche Wachstum ankurbeln

Reisen war einst eine alleinige Aktivität, bei der Reisende sich mit Karten, Reiseführern und Empfehlungen behelfen mussten. Im Zeitalter der digitalen Omnipräsenz ist das Reisen heute zu einem gemeinschaftlichen, algorithmisch gesteuerten Tanz geworden. Der Bericht „Measuring Meta’s Impact on the Travel & Tourism Sector“ von 2025, den Oxford Economics im Auftrag von Meta erstellt hat, liest sich weniger wie ein Zahlenwerk und mehr wie eine Chronik einer Welt im Wandel, in der die Grenzen zwischen Träumen und Tun, zwischen Inspiration und Handlung, zwischen online und offline nahtlos überquert werden und gegenseitig inspirierend wirken.



Die neuen Kartograf*innen: Social Media als Reiseführer


Stellen wir uns den modernen Reisenden vor. Bevor ein Koffer gepackt oder ein Ticket gebucht wird, gibt es da noch das Scrollen: ein Daumen, der über eine Auswahl an Bildern, Stories und Reels streicht. Laut dem Bericht nutzen 43 % der weltweiten Reisenden jetzt soziale Medien, um ihre internationalen Reisen zu planen. Bei Reisenden zwischen 18 und 54 Jahren liegt der Prozentsatz sogar bei 56 %. Meta-Technologien – Facebook, Messenger, Instagram, WhatsApp – sind mehr als nur Tools, sie sind die neuen Kartograf*innen, die Wünsche und Möglichkeiten in Echtzeit zeichnen.


Doch dieses Phänomen ist nicht auf eine bestimmte demografische Gruppe als Reisende beschränkt. Der Bericht zeigt, dass 83 % der Reisenden, unabhängig von ihrem Alter, bei ihren endgültigen Reiseentscheidungen Social-Media-Inhalte als wichtigen Faktor berücksichtigen. Die digitale Kluft scheint sich zu verkleinern und wird ersetzt durch eine universelle Abhängigkeit von der Weisheit der Vielen und der Faszination für kuratierte Feeds.




Meta-Technologien als Wachstumsmotor


Jenseits der „Gefällt mir“-Angaben und geteilten Inhalte kommt eine ruhigere Revolution ins Rollen. Wie aus dem Bericht hervorgeht, gestalten Meta-Technologien nicht nur Reisen, sondern fördern auch die Wirtschaft. Allein im Jahr 2024 unterstützte Werbung auf Meta Reise- und Tourismusunternehmen in den USA mit zusätzlichen Einnahmen in Höhe von 4,2 Mrd. USD, in der EU-27 mit 3,6 Mrd. USD und im Vereinigten Königreich mit 0,6 Mrd. USD. Diese Zahlen wirken sich auch auf andere Bereiche aus: 5,6 Mrd. USD beim US-BIP, 3,7 Mrd. USD beim BIP der 27 EU-Länder, 0,7 Mrd. USD beim BIP des Vereinigten Königreichs, zehntausende Arbeitsplätze und Milliarden US-Dollar an durch den digitalen Wandel gestützten Steuereinnahmen.


Hierbei handelt es sich nicht um die Ökonomie der traditionellen Reiseplanung, sondern um eine Synthese der direkten, indirekten und sequenziellen Auswirkungen des Zusammenspiels zwischen Online und Offline. Der*Die Reisende sieht das Video eines*einer Reise-Creator*in, bucht ein Zimmer online; das Hotel beschäftigt physische Mitarbeitende; diese geben ihre Lohnauszahlungen in ihren Gemeinschaften auf Grundlage einer Empfehlung aus einer Facebook-Gruppe und einer ergänzenden Werbeanzeige aus, die sie auf Instagram gesehen haben. Die digitale Journey ist der Auslöser für die physische Reise – und die Meta-Technologien sind der unsichtbare Leitfaden.



Die fünf Akte des Reisens


Der Bericht teilt das Reiseerlebnis in fünf Akte auf, die alle durch digitale Inhalte geprägt sind:


  1. Träumen und Planen: Hier ist der*die Reisende ein*e Dichter*in, der*die von Kurzvideos und Influencer*innen-Geschichten verzaubert ist. Mehr als die Hälfte der Zeit, die Nutzer*innen mit Meta-Technologien verbringen, wird mit Videos verbracht. Die sozialen Medien sind mittlerweile das drittwichtigste Planungstool und liegen nur noch hinter Bewertungsseiten und Online-Reiseagenturen.
  2. Buchung: Die Buchungsabsprache, die früher per Telefon und Papierformular erfolgte, ist nun nahtlos und mobil. Onlinebuchungen machen mehr als die Hälfte aller Hotelreservierungen aus und 62 % der Buchungen werden auf Mobilgeräten getätigt.
  3. Erlebnis: Die Reise selbst wird durch Business-Messaging und Echtzeit-Support angereichert. WhatsApp hat zum Beispiel den Kundenservice transformiert und damit Conversion Rates erzielt, die das Zehnfache traditioneller Kanäle erreichen.
  4. Teilen: Reisende werden zu Storytellern und ihre Bewertungen und Fotos haben mehr Einfluss als jede Kritik. Über 42 % der Reisenden vertrauen vor allem auf Bewertungen von anderen Reisenden und mehr als die Hälfte möchte nicht bei Marken buchen, die keine Bewertungen von Verbraucher*innen aufweisen.
  5. Erneute Interaktion: Der Kreis schließt sich erneut, denn gemeinsame Erlebnisse inspirieren zu neuen Reisen und die digitale Geschichte wird mit jeder Iteration reicher.


Die Kunst des Reisezielmarketings: Acht Lektionen für das digitale Zeitalter


Für staatliche, politische und gemeinnützige Organisationen bietet der Bericht einen Leitfaden für die Zukunft:


  • KI einsetzen: Künstliche Intelligenz ist mehr als reine Zukunftsmusik – sie ist eine Realität, die schon heute Kosten senken und Conversions steigern kann. Die Barceló Hotel Group verzeichnete mit KI-gestützten Kampagnen 29 % mehr Buchungen.
  • Eine einheitliche Geschichte erzählen: Das nationale Branding muss ganzheitlich sein und die öffentlichen und privaten Stimmen zu einer Erzählung verweben, die über kurzlebige Ereignisse hinaus Bestand hat.
  • Creator*innen unterstützen: Die Kreativwirtschaft gewinnt zunehmend an Bedeutung. Marken, die mit authentischen Stimmen zusammenarbeiten, erzielen mehr Interaktionen und schnellere Kaufentscheidungen.
  • Bindung vertiefen: Messaging-Technologien sind die neuen „Frontdesks“. Sie bieten mehrsprachige, personalisierte Unterstützung, die Loyalität und Vertrauen schafft. Die Visit Valencia Foundation verzeichnete ein 41-mal höheres Kund*innen-Engagement, nachdem sie alle Las-Fallas-Festivitäten auf WhatsApp zusammengefasst hatte.
  • Mehr Kreativität nutzen: Durch Automatisierung lassen sich Werbeelemente schnell testen und optimieren, damit Kampagnen in verschiedenen Kulturen und Kontexten gut ankommen. Finnair nutzte die automatisierten Advantage+-Platzierungen und die Budgetoptimierung, um Anzeigen auf den Meta-Plattformen zu verteilen und Ressourcen effizient auf Basis der Performance zuzuweisen. Dadurch verzeichnete Finnair einen Anstieg der durch Meta-Anzeigen ausgelösten bezahlten Suchen um 16 %.
  • Kurzvideos nutzen: Reels und ähnliche Formate sind die Lingua franca des digitalen Storytellings und unerlässlich, um in einem überfüllten Markt Aufmerksamkeit zu gewinnen. Um die Wirkung der automatisierten Tools von Meta, einschließlich der Potenzialbewertung, im Meta-Werbeanzeigenmanager zu bewerten, führte flyadeal zusammen mit seiner Agentur LIVEmena einen Conversion-Lift-Test durch. Dabei wurden zwei Konfigurationen verglichen: eine mit manueller Auswahl von Zielgruppe und Platzierung und eine mit automatisierter Advantage+ Audience und automatisierten Platzierungen. Ein Vergleich der Advantage+- und Reels-optimierten Kampagnen mit dem traditionellen manuellen Ansatz zeigte, dass die Umsetzung der Empfehlungen der Potenzialbewertung den Return on Ad Spend für „In den Einkaufswagen“-Events um das 12,4-Fache steigerte.
  • AR/VR einsetzen: Augmented und Virtual Reality bauen Barrieren ab und machen Reisen inklusiver und immersiver.
  • Daten nutzen: Analysen und Experimente sind der Kompass und Sextant des modernen Marketings. Sie helfen bei der Ausarbeitung der Strategie und Messung der Wirkung. Turkish Airlines führte in Zusammenarbeit mit OMD eine Meta Conversion-Lift-Studie durch, um die tatsächliche Wirkung seiner Meta-Anzeigen auf suchgesteuerte Conversions zu messen. Dieser Ansatz zeigte, dass die Fluggesellschaft 143.000 zusätzliche bezahlte und organische Such-Conversions erzielen konnte, wobei 17 % aller Such-Conversions auf Meta-Anzeigen zurückzuführen waren.



Auf dem Weg zu einer menschlicheren digitalen Zukunft


Der Tourism-Economics-Bericht zeichnet nicht nur ein Bild von Meta-Technologien als wichtige Wirtschaftsfaktoren, sondern auch als kulturelle Katalysatoren. Die Reiseerfahrung ist jetzt eine gemeinsame Geschichte, die von Millionen von Stimmen und Milliarden von Datenpunkten geprägt ist. Für digitale Marketer*innen in der Regierung, der Politik und dem gemeinnützigen Sektor ist die Herausforderung – und die Chance –, diese Energie mit Bedacht, Innovationsgeist und kulturellem Bewusstsein zu nutzen.


Letztendlich geht es bei der digitalen Transformation der Reisebranche nicht nur um Technologie. Es geht um die Verbindung zwischen Menschen, Orten und Möglichkeiten. Die Plattformen mögen virtuell sein, aber die Auswirkungen sind sehr real: Sie fördern das wirtschaftliche Wachstum und stärken die zwischenmenschlichen Bindungen auf der ganzen Welt.




Weitere Informationen sind im Bericht auf der Website von Tourism Economics und in der Präsentation „Itineraries of Impact“ verfügbar.