4 häufige Herausforderungen in der Digitalwerbung und wie du sie mit Wirkungsanalysen lösen kannst
Hier erfährst du, wie sich vier Marken ein klareres Bild von ihrer Werbewirkung verschafft haben – durch solide daten- und forschungsbasierte Messverfahren.
INHALTE
In der zunehmend komplexen digitalen Welt von heute haben Marketer*innen es schwer, sich ein klares Bild davon zu machen, wie sich ihre Online-Werbemaßnahmen wirklich auf die Geschäftsergebnisse auswirken. Tatsächlich können laut einer Umfrage der Boston Consulting Group (BCG) nur 9 % der Marketer*innen die Auswirkungen einer 10-prozentigen Verschiebung der Marketingausgaben genau vorhersagen.
Um die Werbewirksamkeit effizient zu messen, wenden Marketingexpert*innen in diversen Branchen und Kategorien – von Mobile Gaming bis hin zum Direct-to-Consumer-Modesektor – aufwändige Messverfahren an, die präziser erfassen, inwiefern einzelne Kanäle und Strategien zum Erfolg beitragen.
Facebook IQ hat untersucht, wie vier Facebook-Werbetreibende ihre Analysestrategien verfeinerten, um ein paar der häufigsten – und kostspieligsten – Herausforderungen in der digitalen Werbung anzugehen: Kampagnenmanagement, Optimierung fürs Smartphone, Experimentieren und Attribution.
1. Du hast keine ganzheitliche Übersicht der Kampagnen-Performance
Marketer*innen, die Kampagnen ganzheitlich von Anfang bis Ende betrachten, vom Ziel bis zum Ergebnis sowie plattform-, kanal- und Publisher-übergreifend, haben ein umfassenderes Bild davon, was Leistung bringt und was nicht. Aber all diese Informationen sind unter Umständen schwer zu analysieren, besonders wenn sie über mehrere Kampagnen verteilt sind, wie es bei dem Social-Game-Entwickler Zynga der Fall war.
Zynga hatte 40 Einzelkampagnen laufen – jede davon mit einer eigenen Strategie. Durch eine Partnerschaft mit dem Marketing Science-Team von Facebook implementierte das Unternehmen eine Strategie, die auf die Vereinfachung seiner Kontostruktur abzielte. So reduzierte es die Anzahl der einzelnen Kampagnen auf weniger als 15. Mit seiner gestrafften Werbekontostruktur gab Zynga den maschinellen Lernsystemen von Facebook die Möglichkeit, Anzeigen schneller zu optimieren und das Budget auf Grundlage der Gebotsstrategie zuzuweisen. Das Ergebnis? Die Effizienz der Kampagnen stieg um das 1,9-Fache.
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„Die Vereinfachung unserer Werbekontostruktur war sehr erfolgreich für uns. Mit einem vereinfachten Ansatz haben wir den Return on Investment bei gleichzeitiger Verdoppelung der Ausgaben erhöht, was erheblich zum Erfolg unserer Marketingstrategie beigetragen hat. Wir konnten die Rendite vom ersten Tag an um 33 % steigern, bei 8 % geringeren Kosten pro Kauf.“
John Choi, Head of User Acquisition bei Zynga
2. Du optimierst nicht für die mobile Welt von heute
Die heutigen Verbraucher*innen verbringen mehr Zeit an ihrem Mobilgerät, als sie fernsehen1 – und das nehmen Werbetreibende zur Kenntnis. Aber um wirklich alles aus den mobilen Möglichkeiten herauszuholen, müssen sich Marketer*innen bewusst sein, wie schnell sich das Nutzungsverhalten verändert und welche Auswirkungen das auf die Performance von Mobile Ads hat. Für den Gerätehersteller SharkNinja war klar, dass die Investition in mobile Lösungen spielentscheidend ist, um mit der Konkurrenz und dem Verhalten der Verbraucher*innen Schritt zu halten. Dafür war jedoch auch ein deutlicher Strategiewechsel nötig.
SharkNinja entschied sich dafür, eine Kampagne auf Facebook zu entwickeln, die die bestehenden TV-Werbespots ergänzen sollte. Doch diese Integration mobiler Werbung stellte eine ungewohnte Herausforderung dar. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen sein Marketingbudget vor allem in klassische Kanäle investiert: POS-Werbung, kurze TV-Spots, Advertorials und Direktwerbung. Mithilfe eines Brand Lift-Tests von Facebook konnte das Unternehmen Anzeigen, die ausgehend von Best Practices für Mobilgeräte erstellt wurden, mit solchen vergleichen, die mit groben Anpassungen aus TV-Werbespots erstellt wurden. Durch die Anzeigenoptimierung für Mobilgeräte – zum Beispiel durch Verwendung des für Smartphones idealen Hochformats – verzeichnete SharkNinja eine Steigerung der Werbeerinnerung um 12 Punkte und eine Steigerung der Bekanntheit um 8 Punkte.
3. Du hast Test and Learn noch nicht in deiner Unternehmenskultur etabliert
Per Definition gehört zum Experimentieren auch das Scheitern. Aus diesem Grund stoßen viele Marketer*innen, die risikobereiter sind, auf den Widerstand ihrer Organisation, vor allem wenn Veränderungen nicht von der Führungsebene vorgelebt werden. Von den Marketer*innen, die Attributionsmodelle wie Marketing-Mix oder Multi-Touch anwenden, nutzen laut BCG nur 60 % auch Experimente. Doch Experimente führen oft zu unerwarteten Chancen. Das war auch bei der Ribbow Media Group der Fall. Mithilfe von Erkenntnissen aus der Facebook-Attribution half das Unternehmen einem Kunden, eine lang angelegte Werbestrategie zu überdenken.
Die Ribbow Media Group entwickelt Kampagnen für Spielfilme. Anhand der Erkenntnisse aus der Facebook-Attribution, die die Anzahl erreichter Einzelpersonen über bestimmte Kanäle zeigte, testete die Agentur neue Kampagnenstrategien. So konnte sie einem Kunden zeigen, dass sein klassischer Marketingansatz optimiert werden könnte. Der Kunde hielt in der Regel 2 bis 5 % der Digitalausgaben für die Bewerbung von Filmen in der zweiten Woche ihrer Veröffentlichung zurück. Ribbow schlug vor, die Ausgaben für die zweite Woche auf mehreren Kanälen auszuweiten, um für den Film I Can Only Imagine zu werben. Ribbow traf diese Empfehlung ausgehend von Experimenten, die in der ersten Spielwoche des Films durchgeführt wurden. Diese Strategie führte zu einem richtungsweisenden Erfolg: Der Film generierte bei einem Produktionsbudget von 7 Millionen US-Dollar insgesamt 83 Millionen US-Dollar Einnahmen.
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„Die von Ribbow Media entwickelte und durchgeführte digitale Messmethode für I Can Only Imagine ist einer der Hauptfaktoren für den unglaublichen Erfolg dieses Films.“
Jon Erwin, Executive Producer/Co-Director, I Can Only Imagine
4. Du führst deinen Erfolg nicht auf die richtigen Kanäle zurück
Aufgrund von veränderten Verhaltensweisen der Verbraucher*innen und einer neuen digitalen Landschaft ist es für Marketer*innen schwieriger denn je, den Wert einer Anzeige genau einzuschätzen. Wenn sie sich auf Modelle verlassen, die eine Conversion nur einem Touchpoint zuschreiben, wie z. B. einem Cookie, riskieren Marketer*innen, den größeren Zusammenhang zu übersehen.
Ohne genaue Attributionsinformationen kann es passieren, dass sie die Wirksamkeit bestimmter Kanäle über- oder unterschätzen und folglich Marketingausgaben falsch zuweisen. ThirdLove, eine beliebte auf den Direktverkauf ausgerichtete Unterwäschemarke, stieß auf dieses Problem: Das Unternehmen verwendete Klicks als einzigen Input für seine Attributionsmodelle, welche folglich Facebook-Kanäle mit hohen Kosten pro Handlung (CPA) auswiesen. Als ThirdLove jedoch seine Attributionsmodelle so anpasste, dass sowohl Aufrufe als auch Klicks berücksichtigt wurden, stellte das Unternehmen fest, dass Facebook und Messenger tatsächlich zwei- bzw. viermal niedrigere CPA hatten als zuvor angenommen. ThirdLove erkannte, wie viele Personen ein Produkt kauften, nachdem sie eine Facebook- oder Messenger-Werbung gesehen – aber nicht angeklickt – hatten. So konnte das Unternehmen fundiertere Entscheidungen über Marketinginvestitionen für diese Kanäle treffen.
Was bedeutet das für Marketer*innen?

Vereinfache und vereinheitliche.
Marketer*innen, die Kampagnen ganzheitlich betrachten, verstehen auch besser, wie Erfolg entsteht. Die Konsolidierung von Werbekonten ist eine Möglichkeit, sich ein klares Bild von der Performance zu machen, wie es bei Zynga der Fall war.

Nutze das Potenzial von Mobilgeräten.
Das Mobilgerät ist entscheidend für die Traffic-Steigerung. Marketer*innen, die ihre Kampagnen nicht entsprechend optimieren, verpassen ihre Chance. Hier stellen wir fünf Möglichkeiten vor, mit denen du deine nächste Kampagne für Mobilgeräte optimieren kannst.

Ordne den Erfolg genau zu.
Die Attribution hilft Marketer*innen nachzuvollziehen, welchen Wert Werbeanzeigen für ihr Unternehmen erzeugen. Davon ausgehend können sie strategisch sinnvollere Werbeentscheidungen treffen. Das datenbasierte Attributionsmodell von Facebook kann dir dabei helfen, genauer zuzuordnen, welche unserer Apps und Services für deine Conversions ausschlaggebend waren.
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