Performance-Marketer*innen setzen auf das Playbook „Markenaufbau“

Studien zeigen, wie Performance-Marketer*innen den digitalen Markenaufbau nutzen können, um Umsatz und Effizienz zu steigern.

Als RXBAR im Jahr 2017 von Kellogg’s übernommen wurde, gehörten die Proteinriegel bereits zu den am schnellsten wachsenden Produkten in diesem Marktsegment. Um die Bekanntheit der Snack-Marke weiter zu steigern und gleichzeitig den Absatz im Einzelhandel und online zu erhöhen, war daher eine clevere Strategie gefragt.

Zu diesem Zweck verfolgte RXBAR 2019 bei seinen Facebook-Werbekampagnen einen zweigleisigen Ansatz: Der eine konzentrierte sich auf die Steigerung von Conversions, der andere auf die Stärkung der Markenbekanntheit und Werbeerinnerung. Das Team von RXBAR erstellte eine auffällige Mobile-First-Werbeanzeige, bei der ein konsistentes, direktes Branding im Vordergrund stand. Die Awareness Ads unterstrichen die Zusammensetzung der Proteinriegel aus nur wenigen Inhaltsstoffen mit einer ganz klaren, leicht verständlichen Botschaft („Simple Good“, zu deutsch: „Einfach gut“). Die Direct Response Ads hingegen nutzten das Carousel-Format, um die Produktpalette und die Geschmacksrichtungen der Marke zu präsentieren, und enthielten den Call-to-Action „Jetzt kaufen“.

Dieser Ansatz zahlte sich aus. Durch die Diversifizierung innerhalb des Marketing Funnels konnte RXBAR sowohl die Verkäufe in den Geschäften als auch den Onlineumsatz um 3,3 % bzw. 22 % steigern.

Das sich verändernde Konsumverhalten hat in der Einzelhandelsbranche einen umfassenden Wandel ausgelöst, der sich in der Strategie von RXBAR widerspiegelt. Die Menschen wenden sich mehr denn je dem E-Commerce zu. Prognosen zufolge wird der weltweite E-Commerce-Umsatz im Jahr 2025 einen Wert von 7,5 Billionen US-Dollar erreichen, verglichen mit 2,9 Billionen US-Dollar im Jahr 20181 – ein Wandel, der durch die Pandemie noch massiv beschleunigt wurde. Obwohl dieser Boom vielen Performance-Werbetreibenden einen Schub gegeben hat, hat er auch neue Herausforderungen mit sich gebracht.

Die immer vielfältigere Produktauswahl und die Einführung neuer digitaler Berührungspunkte – einschließlich solcher, die verschiedene Bedürfnisse miteinander verbinden, wie Entertainment und Shopping – ermöglichen es den Menschen, Kaufprozesse schneller abzuschließen. Die Käufer*innen von heute durchlaufen oft eine dynamische Journey und pendeln zwischen Entdeckung, Abwägung und Kauf häufig hin und her.

Diese Veränderungen haben zu einem Überdenken des Marketing Funnels geführt. Angesichts des sich wandelnden Einkaufspfads entspricht das traditionelle Konzept eines in verschiedene Phasen unterteilten Marketing Funnels nicht mehr dem Verbraucher*innen-Verhalten.

Laut Marken, die dem Marketing Data & Analytics Council von Meta angehören, passen viele führende Marketer*innen ihre Strategien dementsprechend an. In unserem neuen Bericht Marketing für die zeitgemäße Customer Journey erfährst du mehr darüber. Einige Performance-Werbetreibende, die sich bislang auf den unteren Funnel konzentriert hatten, verlagern ihren Schwerpunkt zunehmend auf den Markenaufbau im mittleren und oberen Bereich, nachdem sie erkannt haben, dass die verschiedenen Phasen nicht mehr getrennt, sondern miteinander eng verbunden sind. Im Ergebnis stellen sie fest, dass die gleichzeitige Investition in mehrere Bereiche die Effektivität ihrer Ausgaben steigert und zu einem stärkeren Wachstum führt.

„Wir bedienen in erster Linie Kund*innen mit hoher Kaufabsicht im unteren Funnel“, so Kathryn Kennedy, ehemalige Leiterin für Growth Marketing bei Wayfair und Mitglied des Council. „Wir haben erkannt, dass wir, um unser Wachstum aufrechtzuerhalten und zu beschleunigen, unbedingt Services für Kund*innen im mittleren und oberen Funnel entwickeln müssen.“

Tatsächlich belegen Untersuchen von Mindshare und Gain Theory, dass in den Meta-Technologien alle Bereiche des Funnels eine wechselseitige Wirkung aufeinander ausüben. Die Ergebnisse findest du in ihrem neuen Bericht The Synergistic Impact of Multi-Objective Buying. Im Rahmen der Studie2 wurde in vier verschiedenen Branchen mithilfe von Marketing Mix Modeling untersucht, wie sich drei verschiedene Arten von Kampagnen gegenseitig beeinflussen können: Markenkampagnen mit den Zielen Reichweite und Bekanntheit, Kampagnen für die Abwägungsphase mit Zielen wie Beitragsinteraktionen und Videoaufrufen sowie Performance-Kampagnen mit auf Conversions ausgerichteten Zielen. Der größte Nutzen – gemessen an den erzielten zusätzlichen Verkäufen – zeigte sich mit einem Synergieeffekt von 22 % zwischen Markenkampagnen und Kampagnen für die Abwägungsphase. Dahinter folgten eine 18-prozentige synergetische Steigerung zwischen Markenkampagnen und Performance-Kampagnen sowie eine 11-prozentige Steigerung zwischen Abwägungs- und Performance-Zielen.3

Inkrementelle Effektivitätsgewinne bei der Schaltung mehrerer Werbeziele

Die Studie ergab außerdem, dass der Verzicht auf eine Zielkategorie den Return on Ad Spend verringert, wobei die Reibungsverluste mit zunehmender Reichweite steigen: Der ROAS sank um 11 Punkte, wenn Performance-Medien entfernt wurden, und um 16 Punkte, wenn Abwägungs- und Performance-Medien entfernt wurden.

Veränderung des ROAS beim Weglassen einer Zielkategorie

Vereinfacht ausgedrückt zeigen die Studienergebnisse, dass Werbetreibende ihren Umsatz steigern können, indem sie Medien aus dem oberen, mittleren und unteren Funnel kombinieren, und dass die Effizienz ihrer Kampagnen leidet, wenn sie keine umfassende Strategie verfolgen.

Um die synergetischen Vorteile von Investitionen in allen Bereichen des Funnels optimal zu nutzen, brechen Marketer*innen aus ihrer Komfortzone aus und gehen neue Wege. Das gilt auch für die Organisation. „Bei unserer Jahresplanung haben wir die Budgets für Marken- und Performance-Marketing zusammengelegt, sodass es nun nur noch einen großen Pool für Marketinginvestitionen gibt“, erklärt Council-Mitglied Saleel Sathe, Vice President of Performance Marketing bei Walmart.

Einige sind sogar der Ansicht, dass die übliche Trennung zwischen Performance- und Brand-Marketing dem Erfolg nur im Wege steht. „Für die Art und Weise, wie Menschen Produkte kaufen, ergeben diese Abgrenzungen keinen Sinn mehr“, meint Council-Mitglied As Atin Kulkarni, Global Head of Marketing Science bei PepsiCo.

Bei Meta Foresight werden Erkenntnisse zu Chancen. Wir erfassen kulturelle Trends und Themen aus den Milliarden von Stimmen auf Facebook und Instagram und nutzen diese Daten, um ihre zukünftigen Entwicklungen zu erforschen. Unsere Tools für Werbestrategien und Verbraucher*innen-Insights, sowie unsere Forschungsberichte und Podcasts helfen Führungskräften, kulturelle Veränderungen besser zu verstehen, Konventionen zu hinterfragen und sich optimal auf Innovationen vorzubereiten. Wir sagen die Zukunft nicht vorher, wir suchen sie. Und wir freuen uns, wenn du uns auf dem Weg begleitest.

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